Infos zu unseren aktuellen Veranstaltungen
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Mats Hoffmann / Modern Chamber Ensemble feat. Anna Kaluza
im Rahmen unserer Reihe: MusikAktion analog
Eintritt: 10.- € (6.- € ermäßigt, 15.- € Solidar-Preis*)
Vortrag: Dr. Matthias Hoffmann
Konzert: Modern Chamber Ensemble feat. Anna Kaluza
zum Vortrag:
Dr. Matthias Hoffmann:
„Homer Simpsons Spott – Lektionen für Krisenzeiten„
„Homer Jay Simpson; fiktiver Charakter – Die Figur ist durch Übergewicht, Faulheit, Intoleranz, Inkompetenz und Gedankenlosigkeit gekennzeichnet. Die Komplexität (sic! MH) der Figur, die trotz ihrer Herkunft aus der unteren Mittelschicht zahlreiche bemerkenswerte Erfahrungen im Verlauf der Serie macht, trug dazu bei, dass Homer nach Meinung etwa der Sunday Times als eine der beliebtesten humoristischen Kreationen der Gegenwart angesehen wird. (Wikipedia)“
Offenbar ein moderner „Jedermann“ unserer Zeit – jedenfalls wenn man keine allzu großen Erwartungen hinsichtlich der Menschen hegt – und offenbar hinreichend jedermann/frau in unseren Breiten bekannt, eignet sich die Figur mit dem großen Vornamen ausgezeichnet als Anlass und Ausgangspunkt, um einen nicht allzu langen (die übliche Spielraumvortragszeit setzt die Grenze gottseisgedankt, und alles andere wäre ihm auch nicht gemäß), nicht allzu anstrengenden (alles andere wäre ihm nicht gemäß), gelegentlich derb-humorigen (alles andere wäre ihm nicht gemäß), soziologisch-philosophischen Gang durch die nähere und fernere europäische Geistesgeschichte (ist ihm völlig ungemäß; aber Scheiß drauf (alles andere wäre ihm nicht gemäß)) zu unternehmen, um ein paar Positionen und Perspektiven in Augenschein zu nehmen, die zu je ihren Zeiten schon des Menschen traurig-großartiges Bild gezeichnet und/oder das Lied seines Niedergangs intoniert hatten. Zumindest was den Niedergang anging lagen sie offenbar bisher stets daneben. Wenn das kein Grund ist zur Hoffnung in Krisenzeiten. Jedenfalls für ein bisschen Hoffnung. Jedenfalls bei entsprechendem Humor (jedenfalls bei ihm gemäßem).

Dr. Matthias Hoffmann: Abitur am Illtalgymnasium Illingen (1995 und 1996), Zivildienst im Drogenhilfezentrum Saarbrücken, Berufsausbildung zum Rettungssanitäter und Rettungsassistenten, Studium der Soziologie und Philosophie. Promotion in Soziologie mit einer Arbeit zur „Angst vor dem sozialen Sterben“; seit 2019 hauptberuflich Referent bei der Arbeitskammer des Saarlandes/ Abteilung Gesellschaftspolitik im Themenfeld Transformation der Gesellschaft und Arbeitswelt; nebenberuflich breitgefächerte soziologische Aktivitäten: u.a. Arbeitskreis Thanatologie/ Redakteur des „Jahrbuchs für Tod und Gesellschaft“ https://thanatologie.eu/
Aufsätze und Vorträge zur Kultur-, Film- und Musiksoziologie (u.a. Pasolini-Trilogie, Adorno/Kulturindustrie/Jazz, „Zero Dark Thirty“ – Tod und Töten als Sinngeneratoren)
Aktuell: „Leben in der ‚unbehausten‘ Drogenszene. Zum extremen Körper bei Junkies“, in: Robert Gugutzer und Thorsten Benkel (Hg.): »Extreme Körper. Eine körpersoziologische Zeitdiagnose«, transcript Verlag 2025, S.359-377; „Vor der akademischen Schwelle. Thanatologische Anschauungen ohne Begriffe“ (Reihe „Wege zur Thanatologie“), Jahrbuch für Tod und Gesellschaft, Vol 5/ 2026, S. 188-202. Kostenloser Download:
Zur Musik:
Modern Chamber Ensemble
mit
Christof Thewes – Posaune
Julien Blondel – Cello
Anna Kaluza – Alt-Saxophon
Das Modern Chamber Ensemble ist ein von Christof Thewes 2007 gegründetes Neue Musik Ensemble, das zwischen Komposition und Improvisation angelegte unkommerzielle Musik spielt, akustisch, lebendig, dem Augenblick verpflichtet, direkt und frei.
Die Besetzung, die variabel zwischen keinem und unendlich vielen Musiker*innen liegen kann, ist dieses Mal eine Premierenbesetzung: neben den beiden Saarländern Thewes und dem Aktionskraftwerk Julien Blondel am Cello konnte die aussergewöhnliche, international agierende Berliner Altsaxophonistin Anna Kaluza gewonnen werden.
Das Konzert verspricht einen spannungsgeladenen Musiknachmittag in der Saarbrücker Kulturkneipe Terminus.
Anna Kaluza (*1979 in Freiburg im Breisgau) ist eine deutsche Jazz- und Improvisationsmusikerin (Altsaxophon, auch Klarinette, Komposition).
Kaluza gehörte als Schülerin zum Freiburger Schüler-Jazzorchester. Sie studierte zunächst Jazz-Saxophon an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Frank Gratkowski und 2005 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Klaus Dickbauer. Mit Simon Rummels Fantasmofonika wurde sie 2004 mit dem „Jazzkunstpreis NRW“ ausgezeichnet. Mit dem Quintett Futür veröffentlichte sie 2008 das Album Kein Schnee. 2008 und 2009 lebte sie mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für ein Studienjahr an der City University/Guildhall School of Music and Drama in London. Während dieser Zeit gehörte sie zum London Improvisers Orchestra und zur Gruppe Splatter, mit der das Album Scraffiti (Citystream 2011) entstand.

Zurück in Deutschland baute Kaluza, die seitdem in Berlin lebt, nach dem Vorbild aus London das Berlin Improvisers Orchestra auf, das bis 2020, z. T. mit internationalen Gastmusikern, auftrat. Sie leitet ihr Kaluza Quartett, zu dem Christof Thewes, Jan Roder und Kay Lübke bzw. Oliver Steidle gehören. Weiterhin ist sie Mitglied im Hanam Quintett, im Trio Baustelle No 5 (mit Julian Keßler und Johannes Held), in Christof Thewes’ Little Big Band und in Ruth Schepers’ Rusira Mixtet, einem achtköpfigen Bläser-Ensemble. Mit Céline Voccia und Matthias Bauer bildete sie das Trio ACM (gleichnamiges Album 2022 bei AUT). Im Quartett mit Henrik Walsdorff improvisierte sie zu Jacques Tatis Film Playtime. Mit Baby Sommers großformatiger Brotherhood & Sisterhood gastierte sie 2023 bei JazzBaltica. Als Dozentin war sie Teil der Darmstädter Jazz Conceptions 2019.

Christof Thewes und Julien Blondel spielen seit rund 20 Jahren zusammen. Sie lernten sich in den Anfangstagen des InZeit Ensembles kennen, gründeten das bis heute agierende Modern Chamber Trio / Ensemble, spielten in Thewes‘ „Little Big Band“ und bei „Phase Vier“ zusammen und gestalteten eine Unmenge frei improvisierter Konzerte.
Julien Blondel ist auch bekannt als klassischer Cellist, Interpret von Tango- und Jazzmusik und engagiert sich im Verein “Freien MusikSzene Saar“ für die Belange saarländischer Musiker*innen.
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Musik von Christof Thewes findet ihr hier:
http://www.christofthewes.de/vita/
https://christofthewes.bandcamp.com
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